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Fall Skripal : Lawrow rügt OPCW-Bericht

  • Aktualisiert am

Der russische Außenminister Sergej Lawrow Bild: dpa

Der russische Außenminister hat die Untersuchung des Giftanschlags auf einen früheren russischen Doppelagenten kritisiert. Wichtige Erkenntnisse bleiben seiner Meinung nach unerwähnt.

          Russland hält den Bericht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) über den Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal für unvollständig. Ein Schweizer Labor habe in den Blutproben Spuren des chemischen Kampfstoffes BZ gefunden, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in Moskau. Dessen Wirkung setzt seinen Angaben zufolge in bis zu 60 Minuten ein und hält bis zu vier Tage an. Die Erkenntnisse des Labors in Spiez blieben jedoch in dem Bericht der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) unerwähnt, hieß es.

          Skripal und seine Tochter Julia waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury gefunden worden. Der Fall löste einen diplomatischen Konflikt zwischen Russland und zahlreichen westlichen Staaten aus. Lawrow sagte der Agentur Interfax zufolge, weder in Russland noch in der Sowjetunion seien Giftstoffe entwickelt worden, die der Formel entsprechen. „Diese Substanz findet sich im Arsenal der amerikanischen Armee, Großbritanniens und anderer Nato-Länder.“ Moskau werde die Organisation mit den Schweizer Ergebnissen konfrontieren.

          Die OPCW hatte am Donnerstag in Den Haag die Ergebnisse ihrer Experten veröffentlicht. Die britische Behörden gehen davon aus, dass der in der früheren Sowjetunion entwickelte Stoff Nowitschok verwendet worden war. Die OPCW bestätigte die Londoner Angaben, äußerte sich aber nicht dazu, woher das Gift kam und wer für den Anschlag auf Skripal und seine Tochter Julia verantwortlich ist.

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