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Lawrow in Damaskus : Massaker und Merkwürdigkeiten

  • -Aktualisiert am

Lawrow (links) im Gespräch mit Assad im Präsidentenpalast in Damaskus Bild: AFP

Der Syrien-Besuch des russischen Außenminister Lawrow war womöglich schon der Anfang vom Ende des gewaltsamen Assad-Regimes und der Beginn einer gesichtswahrenden Machtübergabe.

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          Das ist der reine Hohn. Assad, sagt der russische Außenminister Lawrow, wolle sich für ein Ende der Gewalt einsetzen, woher sie auch komme.

          Da müsste sich der Diktator von Damaskus nicht groß anstrengen. Er brauchte seinem Militär nur zu befehlen, Städte nicht mehr unter schweres Feuer zu nehmen und keine Massaker mehr anzurichten. Das könnte Assad sofort tun. Warum tut er es nicht? Weil er nicht mehr alles und alle unter Kontrolle hat?

          Beim Syrien-Besuch des Gesandten Moskaus gibt es überhaupt einige Merkwürdigkeiten. So findet Lawrow plötzlich Gefallen am Plan der Arabischen Liga, über den er sich noch am Wochenende empört hatte, weil er einen Regimewechsel zum Ziele habe. Jetzt nicht mehr?

          Bemerkenswert ist auch, wer Lawrow nach Damaskus begleitete: der Chef des Auslandsgeheimdienstes. Vielleicht sollte er Assad Auskunft geben, wie es um die Treue seiner "Partner" in der Region, Iran, Hizbullah, Hamas, bestellt ist. Vielleicht ist das Ganze Teil einer gesichtswahrenden Machtübergabe auf mittlere Sicht. Schließlich redete Lawrow auch etwas von Assads Verantwortung.

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