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Kampf gegen Extremisten : Sieg über IS in Mossul steht offenbar kurz bevor

  • Aktualisiert am

Menschen flüchten aus der Altstadt von Mossul. Bild: dpa

Mossul war einst die Hochburg des IS. Mit Häuserkampf und Luftangriffen versucht die irakische Armee jetzt, die letzten Stellungen zu erobern.

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          Das irakische Militär steht dem staatlichen Fernsehen zufolge kurz vor der vollständigen Rückeroberung von Mossul. In der einstigen Hochburg des Islamischen Staates (IS) fielen die Verteidigungslinien der Extremistenmiliz, berichtete das Staatsfernsehen am Samstag. Ein Militärsprecher sagte demnach, es sei nur noch eine Frage von Stunden, bis der endgültige Sieg verkündet werde. Die Sicherheitskräfte lieferten sich in der dicht besiedelten Altstadt einen Häuserkampf mit den Islamisten. Zugleich waren die letzten IS-Bastionen Ziel von Artillerie- und Luftangriffen. Die irakische Armee versucht seit vergangenem Jahr mit internationaler Hilfe, den IS aus Mossul zu vertreiben.

          Mossul war mit Abstand die größte Stadt, die der IS auf seinem Vormarsch vor drei Jahren erobern konnte. Die Metropole diente der Miliz als faktische Hauptstadt im Irak. Nachdem irakische Streitkräfte in Mossul die zuvor vom IS zerstörte Große Moschee von Al Nuri erobert hatten, erklärte die Regierung in Bagdad das IS-Kalifat Ende Juni für beendet. In der Moschee hatte der IS seinen „Gottesstaat“ ausgerufen, der einst weite Teile des Irak und Syriens umfasste. Ohne Mossul hat der IS im Irak nur noch Wüstenregionen südlich und westlich der Stadt unter seiner Kontrolle. In Syrien tobt der Kampf um die dortige IS-Hochburg Raqqa.

          Die Gefechte um Mossul haben die Stadt schwer zerstört, Hilfsorganisationen zufolge Tausenden Menschen das Leben gekostet und 900.000 Einwohner vertrieben – rund die Hälfte der Bevölkerung aus Vorkriegszeiten. Viele der Flüchtlinge leben derzeit in Camps außerhalb der Stadt, haben alles verloren und stehen vor einer ungewissen Zukunft.

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