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Arme Menschen in Lateinamerika : Das Virus ist nicht gerecht

Ein Obdachloser vor einem geschlossenen Laden in Sao Paulo Bild: AFP

Es waren Angehörige der weitgereisten Oberschicht, die das Coronavirus nach Lateinamerika gebracht haben. Treffen wird es vor allem die Armen – die noch viel mehr als die Krankheit deren Folgen fürchten.

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          Das Corona-Virus unterscheide nicht zwischen Arm und Reich, zwischen Banker und Bauarbeiter, zwischen Schwarz und Weiß, wurde in den vergangenen Tagen immer wieder behauptet. Es sei eine Bedrohung, gegen die man durch keine Privilegien gefeit sei.

          Tjerk Brühwiller

          Freier Berichterstatter für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Das mag vielleicht – und auch dort nur begrenzt – für die entwickelten Sozialstaaten in Europa gelten, wo es Auffangnetze gibt, durch deren Maschen kaum jemand fällt. In Lateinamerika, wo die Infektionskurven noch ganz am Anfang stehen, sieht die Wirklichkeit jedoch anders aus. Dort wirkt die Vorstellung einer gerechten Krankheit schon zu Beginn der Pandemie absurd.

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