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Terror in Schweden : Stockholm im Ausnahmezustand

  • Aktualisiert am

In der Stockholmer Innenstadt marschieren Soldaten auf und sichern das Zentrum ab Bild: Reuters

Wieder rast ein Lastwagen in eine Menschenmenge, diesmal in einer Einkaufsstraße im Zentrum von Stockholm. Es gibt Tote und zahlreiche Verletzte. Die Regierung geht von einem Terroranschlag aus.

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          Nach dem mutmaßlichen Lkw-Attentat in Stockholm sucht Schwedens Polizei einen Mann, der zur fraglichen Zeit am Tatort gesehen worden sein soll. Die Behörden veröffentlichten Videoaufnahmen, die von einer Überwachungskamera in unmittelbarer Nähe des Tatortes am Kaufhaus Ahlens aufgenommen wurden. Am Abend teilte die Polizei auf ihrer Homepage mit, dass der gesuchte Mann mit der Kapuze nicht mehr verdächtigt würde. Die Behörden in Stockholm suchen den jüngeren Mann mit schwarzer Kapuze und olivgrüner Jacke dennoch weiterhin. „Mit diesem Mann würden wir gern in Kontakt kommen“, sagte Reichspolizeichef Dan Eliasson. Der Fahrer des Lastwagens sei noch nicht gefasst, erklärte die Polizei am Freitagnachmittag. „Wir tun alles, was wir können, um Klarheit in die Ereignisse zu bringen“, versprach der Chef der Sicherheitspolizei, Anders Thornberg. Die Polizei rief die Bevölkerung dazu auf, nicht ins Zentrum der schwedischen Hauptstadt zu fahren. Der Hauptbahnhof war gesperrt.

          Lkw offenbar bei Lieferfahrt gestohlen

          Ein Lastwagen soll den Berichten zufolge zunächst an der Kreuzung der beiden Einkaufsstraßen Drottninggatan und Kungsgatan in eine Menschenmenge gefahren sein. Anschließend habe er seine Fahrt fortgesetzt und sei in ein Kaufhaus gerast. Um 14:55 Uhr ging der Anruf bei der Polizei ein. Bei dem Kaufhaus handelt es sich offenbar um das Einkaufszentrum „Åhléns City“. Nach Angaben des Unternehmens ist die Filiale das größte Einzelkaufhaus der Warenhauskette „Åhléns“ mit über 13 Millionen Besuchern pro Jahr. „Åhléns“ ist nach eigenen Angaben Schwedens führende Warenhauskette und betreibt 66 Filialen im ganzen Land. Nach Angaben der Polizei gegenüber dem schwedischen Fernsehsender SVT soll es sich um einen Terroranschlag handeln. Auch der schwedische Geheimdienst und Ministerpräsident Stefan Löfven sprachen von einem Terrorakt. „Schweden ist angegriffen worden. Alles deutet auf eine Terrortat hin“, sagte Löfven dem schwedischen Fernsehen am Freitag.

          Dieser Mann mit der Kapuze wird nicht mehr von der Polizei verdächtig. Bilderstrecke
          Dieser Mann mit der Kapuze wird nicht mehr von der Polizei verdächtig. :

          Am Tatort war ein Lastwagen mit blauer Plane und schwer beschädigtem Fahrwerk zu sehen, der quer in dem Kaufhaus zum Stehen gekommen war. Nach Angaben der Spedition Spendrups war der Lkw zuvor während einer Lieferfahrt zu einem Restaurant gestohlen worden. Über die genaue Opferzahl gab es unterschiedliche Angaben. Löfven sprach im Fernsehen unter Berufung auf die Polizei von mindestens zwei Toten. Eine Sprecherin der Sicherheitspolizei sagte der Deutschen Presse-Agentur lediglich: „Wir wissen nicht, wie viele Menschen verletzt und getötet wurden. Aber wir wissen, dass sehr viele Menschen verletzt sind. Wir wissen, dass es Tote gab.“ In Medienberichten war unter Berufung auf die Polizei von drei Toten und mehreren Verletzten die Rede. Eine genaue Zahl war von der Polizei selbst zunächst nicht zu erhalten.

          Medienberichten zufolge soll ein Verdächtiger festgenommen worden sein. Die Polizei stellte hingegen laut der Nachrichtenagentur Reuters klar, dass nach dem mutmaßlichen Anschlag noch niemand festgenommen worden sei.

          Stockholm : LKW tötet Menschen in Einkaufsstraße

          SVT-Reporter vor Ort berichteten von einem Brand auf der Einkaufsstraße und völligem Chaos. Durch die Stadt fahre ein Polizeiwagen, aus dem Polizisten „Warnung vor einer Terrortat“ riefen. Jeglicher U-Bahn-Verkehr war über Stunden eingestellt. Polizeihubschrauber kreisten über dem Zentrum, schwerbewaffnete Polizisten hätten Stellung bezogen. Die schwedische Polizei erklärte, es gebe Berichte über mögliche Schüsse. Diese seien aber bisher nicht bestätigt.

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