https://www.faz.net/-gpf-a1zyl

Flüchtlingslager auf Lesbos : Laschet bricht Moria-Besuch aus Sicherheitsgründen ab

  • Aktualisiert am

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besucht das Lager Moria auf Lesbos. Bild: dpa

Der NRW-Ministerpräsident wollte das ganze überfüllte Flüchtlingslager auf Lesbos besuchen. Doch der Sicherheitschef riet Laschet, vorzeitig zu gehen.

          1 Min.

          Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat einen Besuch im überfüllten Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Laschet hatte am Dienstag nach dem Besuch des Container-Bereichs eine Visite im sogenannten wilden Teil außerhalb des Camps geplant. Auf Anraten des örtlichen Sicherheitschefs wurde der Besuch in dem Teil kurzfristig abgesagt. Zuvor hatten sich Gruppen von Flüchtlingen aus Afghanistan und Afrika versammelt und in Sprechchören „Free Moria“ gerufen.

          Ein starkes Aufgebot an Sicherheitskräften schirmte Laschet ab. Das 2015 auf einer früheren Militäranlage errichtete Aufnahmezentrum ist mit mehr als 14.000 Flüchtlingen das größte Flüchtlingslager Europas und stark überfüllt. Anschließend fuhr Laschet in das Camp Kara Tepe. In dem als „Vorzeigelager“ geltenden Camp halten sich etwa 1300 Menschen auf. Dieser Besuch lief zunächst ohne Zwischenfälle ab.

          Athen hat seit Jahresbeginn zwar mehr als 14.000 Migranten von Lesbos aufs Festland gebracht, um die Lager zu entlasten. Hilfsorganisationen sehen das Problem der Überfüllung des Lagers Moria aber noch nicht gelöst. Denn eigentlich ist das Camp nur für etwa 3000 Menschen ausgelegt.

          Laschet will sich im Dezember um den CDU-Bundesvorsitz bewerben und gilt damit auch als möglicher Kanzlerkandidat. Der CDU-Politiker war am Montag vom griechischen Premier Kyriakos Mitsotakis empfangen worden. Dabei hatte sich Laschet im Namen der Bundesregierung für eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise in Griechenland eingesetzt.

          Das Flüchtlingsproblem ist seit Jahren ungelöst. Deutschland will während seiner EU-Ratspräsidentschaft einen neuen Anlauf für eine Reform der europäischen Asylregeln unternehmen.

          Weitere Themen

          Mehr als 100.000 Demonstranten am 50. Protesttag in Minsk

          Gegen Lukaschenka : Mehr als 100.000 Demonstranten am 50. Protesttag in Minsk

          Allein durch das Zentrum der belarussischen Hauptstadt Minsk ziehen am fünfzigsten Tag der Proteste mehr als 100.000 Demonstranten, mehr als 100 Menschen werden offenbar festgenommen. Der französische Präsident Macron fordert den Rücktritt Lukaschenkas.

          So wird der amerikanische Präsident gewählt Video-Seite öffnen

          Erklärvideo : So wird der amerikanische Präsident gewählt

          Das Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten wird nach Wahlmännerstimmen gekürt, welche die Kandidaten in den einzelnen Bundesstaaten erringen müssen. Wie viele Stimmen ein Staat im „Electoral College“ zu vergeben hat, hängt von seiner Bevölkerungsstärke ab.

          Topmeldungen

          700 Kilometer ohne Nachladen: der P7 des chinesischen Start-ups Xpeng auf der Messe in Peking

          Deutsche Automarken : Abgehängt von Chinas Start-ups

          Auf der einzigen Automesse des Jahres in Peking zeigen deutsche Hersteller konventionelle Modelle. Den chinesischen E-Autos haben sie wenig entgegenzusetzen.
          Eindeutige Niederlage gegen Hoffenheim: Die Bayern zeigen sich verwundbar

          1:4 bei Hoffenheim : Die Bayern gehen zu Boden – und wie!

          Hoffenheimer Favoritensturz: Die TSG bringt den Münchnern die erste Niederlage seit fast zehn Monaten bei. Kramaric trifft beim 4:1 zweimal. Wird die Dauerbelastung für Bayern doch zu viel?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.