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Labour-Position zum Brexit : Punktsieg

  • -Aktualisiert am

Labour-Chef Corbyn will nun im Fall eines Referendums für einen Verbleib in der EU werben. Bild: dpa

Bald geht das Brexit-Gezerre wieder los. Auf Seiten der EU hat sich wenig geändert, aber in London gibt es Verschiebungen – in Downing Street und bei Labour.

          Irgendwann in den nächsten Wochen wird das Gezerre um den Brexit wieder losgehen. Das Publikum ist des Themas schon lange überdrüssig, in Großbritannien noch mehr als auf dem Kontinent. Aber das ändert nichts daran, dass hier für beide Seiten immens viel auf dem Spiel steht.

          Mit welchen Positionen die EU ins Rennen geht, ist noch nicht ganz klar, denn erst einmal braucht sie eine neue Führung; ganz anders als bisher werden sie allerdings nicht ausfallen, denn im Rat sitzen weitgehend dieselben Regierungen wie im Frühjahr.

          In London dagegen gibt es kleine Verschiebungen: Der nächste Premierminister wird die Option des harten Brexits aller Voraussicht nach energischer ins Feld führen als Theresa Mayund Labour würde nun im Fall eines Referendums sogar für einen Verbleib in der EU werben.

          Eine komplette Absage an den Austritt ist das noch nicht, denn für den Fall einer Regierungsübernahme will Parteichef Corbyn immer noch seine eigene Brexit-Version aushandeln. Aber immerhin können die Remainer in seiner Partei und im Lande einen Punktsieg verzeichnen.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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