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Kushner widerspricht Trump : Werden die Präsidentenwahlen doch verschoben?

  • -Aktualisiert am

Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner während einer Pressekonferenz im Weißen Haus Bild: AFP

Über eine Verschiebung der Wahlen habe er noch nicht einmal nachgedacht, sagte Donald Trump kürzlich. Sein Schwiegersohn Jared Kushner schloss dies nun nicht aus. Zur Corona-Politik der Republikaner passt das nicht.

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          Dass Jared Kushner eine besondere Stellung im Weißen Haus einnimmt, hat nicht erst die Pandemie offenbart. Seit zwei Monaten zieht der Schwiegersohn und Berater des Präsidenten die Fäden im Hintergrund, wenn es darum geht, seine Beziehungen zur Privatwirtschaft spielen zu lassen, um Engpässe der Gesundheitsbehörden zu kompensieren. In der Öffentlichkeit macht Kushner sich rar. Äußert er sich, werden seine Worte genau durchleuchtet.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Nun hat er in einem Interview mit dem „Time“-Magazin auf die Frage, ob die Corona-Krise dazu führen könne, dass die Präsidentenwahl verschoben werden müsse, geantwortet: „Ich bin nicht sicher, dass ich mich so oder so festlegen kann.“ Gegenwärtig sei geplant, im November zu wählen. Gegenwärtig? Kushner begab sich mit der Äußerung in Widerspruch zu Donald Trump selbst. Der Präsident hatte kürzlich auf die gleiche Frage geantwortet, er habe noch nicht einmal darüber nachgedacht, den Wahltag zu ändern. „Warum sollte ich das tun?“

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