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Rücknahme von IS-Gefangenen? : Kurden widersprechen Trump

Kämpfer der von Kurden angeführten und von den Vereinigten Staaten unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte in Hadschin Bild: dpa

Die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien will dort inhaftierte deutsche Dschihadisten nicht freilassen. Donald Trump hatte die Europäer zuvor aufgefordert, inhaftierte Landsleute zurückzunehmen.

          3 Min.

          Die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien wird dort inhaftierte deutsche Dschihadisten nicht freilassen. Das teilte der Außenbeauftragte Abdulkarim Omar der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) mit. Er widersprach damit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es geht um Islamisten aus aller Welt, die ihre Heimatländer verlassen haben und nach Syrien gegangen sind, um sich dort der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anzuschließen. Inzwischen sind viele von ihnen in Gefangenschaft geraten. Unter ihnen befinden sich ranghohe IS–Kämpfer, Mörder und Vergewaltiger. Trump hatte Deutschland, Großbritannien und Frankreich aufgefordert, die inhaftierten Europäer zurückzunehmen und ihnen in ihren Heimatländern den Prozess zu machen. Andernfalls, so drohte der Präsident in seinem Tweet, „werden wir gezwungen sein, sie freizulassen“. Die Amerikaner sind Verbündete der Kurden im Kampf gegen den „Islamischen Staat“, sie haben Truppen in Syrien stationiert.

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