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Kommunistische Partei : Auf Kuba nähert sich das Ende der Castro-Ära

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Rául Castro (r., im grünen Anzug) neben Kubas neuem Präsidenten Miguel Diaz-Canel Bild: AFP

Sie haben den Sozialismus auf Kuba eingeführt. Nun zieht sich nach dem Tod von Fidel auch Rául Castro aus der Politik des Karibikstaates zurück. Der kommende Kongress der Kommunistischen Partei im April soll sein letzter sein.

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          Das Ende der Castro-Ära naht: Kubas regierende Kommunistische Partei will im April 2021 ihren Jahreskongress abhalten, auf dem sich Parteichef Raúl Castro aus der Politik verabschieden wird. Der Parteitag findet vom 16. bis 19. April statt, wie das Parteiblatt „Granma“ am Mittwoch schrieb. Neben dem 89 Jahre alten Revolutionsführer dürfte auch der Rücktritt von weiteren Mitstreitern aus der Zeit Fidel Castros und Che Guevara erfolgen.

          „Dies wird der Kongress der Kontinuität sein, der in der schrittweisen und geordneten Übergabe der Hauptverantwortlichkeiten des Landes an die neuen Generationen zum Ausdruck kommt“, erklärte der Vize-Parteivorsitzende José Ramón Machado Ventura, ebenfalls ein Kämpfer der Revolution von 1959. Auch er wird wohl beim Parteitag zurücktreten.

          Es wird erwartet, dass Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel, der 2018 die Nachfolge von Castro als Staatschef antrat, auch die Parteiführung übernehmen wird. Unter ihm wurde eine Reihe von Wirtschaftsreformen umgesetzt, die seit 2008 unter Raúl Castro eingeführt wurden. Der sozialistische Karibikstaat leidet jedoch unter einer Wirtschaftskrise, die durch die Corona-Pandemie verschärft wurde. Der Devisenmangel hat sich verschärft, während das sozialistische Land mit einem gut ausgebauten Gesundheitswesen mit dem Virus selbst nur wenig zu kämpfen hat.

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