https://www.faz.net/-gpf-aawnz

Kuba nach den Castros : Nur die Gesichter sind andere

Miguel Diaz-Canel ist der neue Führer in Kuba. Er ist aber wohl kein Erneuerer. Bild: EPA

Zum ersten Mal übernimmt jemand Kubas Führung, der die Revolution von 1959 nur aus den Geschichtsbüchern kennt. Aber Raúl Castro hat Miguel Díaz-Canel nicht ohne Grund ausgesucht.

          3 Min.

          Miguel Díaz-Canel ist der neue „Máximo Lider“ in Kuba. Das hat der Parteikongress beschlossen. Damit übernimmt erstmals ein Vertreter der Generation die Führung der Kommunistischen Partei, welche die Revolution von 1959 nicht vom Schlachtfeld kennt, sondern nur aus den Geschichtsbüchern. Der historische Erfahrungshintergrund des 61 Jahre alten Díaz-Canel mag ein anderer sein, seine Überzeugungen unterscheiden sich jedoch nicht von denen seiner Vorgänger Fidel und Raúl Castro, die das Land seit der Revolution regiert haben.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Díaz-Canel ist ein Leninist und Marxist wie sie, sonst hätte er es nie so weit gebracht. Im Ausland kaum bekannt, hat er sich über dreißig Jahre im Parteiapparat hochgearbeitet, verdient und beliebt gemacht. Er war stets ein zuverlässiges Rad in der Maschine der Kommunistischen Partei.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Fahrbericht Fiat 500 E Cabrio : Schock verliebt

          Fiat baut den 500 einfach noch einmal. Jetzt aber mit Elektroantrieb, was der Lebensfreude in der Stadt arg zuträglich ist. Dann werfen wir auch noch das Dach zurück, offen gesagt: Bravo.
          Erst akzeptiert Musk Bitcoin als Zahlungsmethode für sein Unternehmen Tesla, nun hat er Umweltbedenken.

          Kryptowährung : Bitcoin sind für Tesla zu umweltschädlich

          Der Elektroautohersteller war das prominenteste Unternehmen, welches die Digitalwährung als Zahlungsmittel akzeptierte – nun die Kehrtwende. Der Kurs bricht nach der Nachricht ein. Doch wie schmutzig sind die Kryptowährungen?
          Angehörige der Opfer von Ballymurphy 1971 am 11. Mai 2021 in Belfast

          Bürgerkrieg in Nordirland : Der lange Schatten der „Troubles“

          Seit Jahrzehnten Versuchen Hinterbliebene zu beweisen, dass britische Soldaten in Nordirland auch Unschuldige erschossen haben. Ein Bericht gibt ihnen nun Recht. Boris Johnson bittet um Verzeihung für die „gewaltige Pein“.