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Schengen-Erweiterung : So hat die Kommission sich das nicht vorgestellt

Weiter keine Schengen-Außengrenze: Bulgarische Polizisten Anfang November an der Grenze zur Türkei. Bild: Getty

Kroatien darf in den Schengen-Raum, Bulgarien und Rumänien müssen draußen bleiben. Die EU-Kommission hatte andere Pläne – doch die Probleme lange verdrängt.

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          Wenn es bei europäischen Verhandlungen schwierig wird, gibt es eine beliebte Taktik: Nahrungsentzug, bis ein Kompromiss steht. Am Donnerstag stellte die tschechische Ratspräsidentschaft die gegenteilige Drohung in den Raum: Es könne auch noch ein Abendessen geben, hieß es am Mittag. Mit aller Macht, notfalls der des Sitzfleisches, wollte Innenminister Vit Rakušan durchdrücken, was er zur obersten Priorität seines Vorsitzes bei den Innenministern erklärt hatte.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Der Schengen-Raum sollte um drei Länder wachsen, Kroatien, Bulgarien und Rumänien. Das gelang ihm nicht. Nach einer fünf Stunden langen, teilweise hitzigen Debatte konnte Rakušan lediglich ein neues Mitglied im 26 Staaten großen Reich der Personenfreizügigkeit begrüßen – Kroatien.

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