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Kritik an Plänen von May : Johnson: Brexit mindestens sechs Monate verschieben

  • Aktualisiert am

Der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson Bild: Reuters

Der frühere britische Außenminister kritisiert weiter Regierungschefin May für ihre Brexit-Politik. Vor seiner Rede auf dem Parteitag erklärt Johnson, der EU-Austritt müsse hinausgezögert werden.

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          Der frühere britische Außenminister Boris Johnson lässt bei seiner Kritik an dem Brexit-Kurs von Premierministerin Theresa May nicht locker. Johnson würde den Austritt aus der Europäischen Union um mindestens sechs Monate verschieben, sollte er Regierungschef werden, berichtete die Zeitung „Sun“ am Montag. Johnson habe einigen Ministern aus dem Kabinett von May, das er aus Protest gegen Mays Brexit-Vorschläge im Juli verlassen hatte, seine Vorstellungen in Privatgesprächen dargelegt.

          Auf dem Parteitag der Konservativen in Birmingham will Johnson am Dienstag in seiner Rede die Delegierten aufrufen, wieder an die konservativen Werte zu glauben. Johnsons Rede könnte die Aufrufe zur Geschlossenheit von Mays Verbündeten überschatten.

          Mays Brexit-Pläne stoßen auch bei den 27 EU-Partnern und der EU-Kommission auf Ablehnung. Sechs Monate vor dem angepeilten EU-Austrittstermin am 29. März 2019 stocken daher die Verhandlungen. Diese seien noch weit entfernt von der Realität, sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Montag bei einem Forum in Freiburg. „Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Briten denken, wir würden Großbritannien verlassen. Es ist genau umgekehrt.“ Erst jetzt würden viele Briten und auch einige Minister feststellen wie viele Fragen, der Austritt aus der EU aufwerfe. Eine Informationskampagne habe nicht stattgefunden. Sollten die Gespräche scheitern, könnten beispielsweise britische Flugzeuge nicht mehr auf dem europäischen Festland landen. „Das hätte man ihnen sagen müssen.“

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