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Weltgesundheitsorganisation : Kritische Fragen zu Chinas Einfluss

Eine chinesische Delegation am Sitz der WHO in Genf Bild: EPA

China hat dafür gesorgt, dass Taiwan nicht an der Jahresversammlung der WHO teilnimmt. Das wollen einige Mitgliedstaaten nicht länger hinnehmen – auch Deutschland nicht. Peking zürnt und droht.

          5 Min.

          Einmal im Jahr treten die 194 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf zusammen. Normalerweise bekommt das jenseits des Fachpublikums kaum jemand mit. Doch in diesem Jahr herrscht schon vorab hektische diplomatische Betriebsamkeit. Die Corona-Krise hat kritische Fragen über den Einfluss Chinas auf die WHO aufgeworfen. Besonders heikel sind aus Pekinger Sicht zwei Themen, die in Genf zur Sprache kommen werden.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.
          Till Fähnders
          Politischer Korrespondent für Südostasien.
          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.
          Johannes Ritter
          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Zum einen will Australien die am Montag und Dienstag stattfindende Versammlung nutzen, um für eine unabhängige Untersuchung der Corona-Pandemie zu werben. Nach dem Willen Canberras würde es bei einer solchen Untersuchung neben Fragen nach dem Ursprung der Seuche, den dagegen ergriffenen Maßnahmen und Verzögerungen bei der Weitergabe von Informationen auch um mögliche Fehler der WHO gehen. Mit dem Vorschlag hat Australien schon jetzt den Zorn Pekings und erste wirtschaftliche Strafmaßnahmen auf sich gezogen. Kurz vor der Weltgesundheitsversammlung hat China die Einfuhr von Fleisch aus vier australischen Schlachthöfen verboten.

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