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Krise in der Ukraine : Weitere Gefechte nahe russischer Grenze

  • Aktualisiert am

In Kampfbereitschaft: Pro-russischer Separatist nahe Lugansk Bild: dpa

Bei Kämpfen zwischen ukrainischen Sicherheitskräften und Separatisten wird eine russische Grenzstation durch eine Granate beschädigt. In Kiew nominiert Präsident Poroschenko einen neuen Verteidigungsminister.

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          Trotz der angestrebten Waffenruhe im Ukraine-Konflikt nehmen die Spannungen im Grenzgebiet zu Russland zu. Bei Kämpfen zwischen ukrainischen Sicherheitskräften und pro-russischen Separatisten sei auch eine russische Grenzstation beschädigt worden, teilten die Behörden in Rostow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge mit. Die Explosion einer wohl fehlgeleiteten Granate habe Scheiben zerstört und weiteren Sachschaden angerichtet, sagte Behördensprecher Andrej Moloschawenko. In den vergangenen Wochen war es mehrfach zum Beschuss russischer Stützpunkte gekommen.

          Bei einem Krisentreffen in Berlin hatten sich Moskau und Kiew am Mittwoch auf neue Gespräche der Kontaktgruppe verständigt. Spätestens Samstag sollen Verhandlungen über eine dauerhafte beidseitige Waffenruhe beginnen. Russland erklärt sich zu gemeinsamen Grenzkontrollen mit ukrainischen Soldaten auf seinem Gebiet bereit - aber erst, wenn eine Waffenruhe in Kraft ist. Die OSZE soll die Feuerpause dann überwachen.

          In Kiew nominierte Präsident Petro Poroschenko als neuen Verteidigungsminister den 46 Jahre alten Generaloberst Waleri Geletej. Der derzeitige Sicherheitschef der Präsidialverwaltung soll Amtsinhaber Michail Kowal ersetzen, der das Amt nur übergangsweise innehatte.

          Über die Ernennung wollte noch am Donnerstag das Parlament in Kiew entscheiden. Vor dem Gebäude demonstrierten freiwillige Kampfverbände erneut für die Einführung des Kriegsrechts in der krisengeschüttelten Ostukraine.

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