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Krise am Golf : Amerika verstrickt sich im Qatar-Konflikt in Widersprüche

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Sind sich offenbar uneins: Rex Tillerson und Donald Trump Bild: AFP

Donald Trump und Rex Tillerson vertreten in der Krise um das Emirat Qatar offenbar unterschiedliche Positionen. Nachdem er sich zunächst als Mittler anbot, äußert sich Amerikas Präsident nun wieder deutlich aggressiver als sein Außenminister.

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          Amerikas Präsident Donald Trump hat Qatar als langjährigen finanziellen Unterstützer von Extremismus gebrandmarkt. „Qatar ist leider seit Jahren ein Finanzier von Terrorismus und das auf sehr hohem Niveau“, sagte Trump am Freitag in Washington. Damit müsse Schluss sein, forderte er. Seit Anfang der Woche schwelt am Golf die schwerste diplomatische Krise seit Jahren. Saudi-Arabien und mehrere arabische Staaten isolieren Qatar. Die Länder werfen dem Emirat die Unterstützung von Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat (IS) sowie Nähe zum schiitischen Iran vor.

          Trumps Aufforderung war deutlich aggressiver als Äußerungen seines Außenministers Rex Tillerson kurz zuvor. Dieser hatte beide Seiten aufgerufen, zu einer Deeskalation der Situation beizutragen. Tillerson forderte die Partner auf, sofort die Blockade zu „lockern“, die Präsident Donald Trump noch am Dienstag als erste Frucht seiner Reise in die Region gerühmt hatte. „Wir erwarten, dass diese Staaten umgehend Schritte zur Deeskalation unternehmen und Gesten des guten Willens zeigen, um die Erschwernisse für alle Seiten zu beenden“, erklärte Tillerson vor Reportern.

          Tillerson sprach von „unbeabsichtigten“ humanitären Folgen für Qatars Bevölkerung und hob hervor, dass im Kampf gegen den Terror Einigkeit geboten sei. Es sei aber richtig, dass Qatar „wie alle Länder“ in der Region mehr tun müsse, um gegen jedwede „militärische, finanzielle, moralische oder ideologische“ Unterstützung des Terrorismus vorzugehen. Der Außenminister vertrat damit eine gegensätzliche Position zu der des Pentagon. Dort hatte ein Sprecher unmittelbar zuvor gesagt, die Qatar-Blockade habe bislang „überhaupt keine Auswirkungen“ auf die amerikanische Operationen. Die Vereinigten Staaten haben in Qatar ihre größte Militärbasis in der Region. Rund 10.000 Soldaten sind dort stationiert.

          Trump sendete in den vergangenen Tagen widersprüchliche Signale an die Konfliktparteien. Während er sich am Dienstag eindeutig auf die Seite Saudi-Arabiens stellte, bot er sich dem Emir von Qatar am Mittwoch als Mittler an.

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