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Kriegsverbrechen in Syrien : Röttgen fordert Sanktionen gegen Russland

  • Aktualisiert am

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU) Bild: dpa

Die gezielte Bombardierung von Zivilisten durch die russische Luftwaffe sei ein abscheuliches Kriegsverbrechen, so der CDU-Außenpolitiker. Nun bedürfe es „maximalen Druck“.

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          Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat mit Blick auf russische Luftangriffe im Norden Syriens das „Wegschauen des Westens“ kritisiert. Diese Zurückhaltung sei „eine Schande“ und „gegen unsere eigenen Sicherheitsinteressen“, sagte Röttgen der „Bild“-Zeitung. „Wenn die Verbrechen weitergehen, muss es Sanktionen gegen Russland geben“, so der  Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses.

          Die Truppen von Syriens Präsident Baschar al Assad hatten im vergangenen Jahr ihre  Offensive auf die Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten Syriens begonnen. Trotz einer Waffenruhe setzten sie die Angriffe zusammen mit der verbündeten russischen Luftwaffe auch in den vergangenen Wochen fort. Dabei kamen immer wieder Zivilisten ums Leben.

          „Die gezielte Bombardierung von Zivilisten durch die russische Luftwaffe ist ein abscheuliches Kriegsverbrechen“, so Röttgen weiter. „Das, was jetzt nötig ist, ist maximaler politischer und wirtschaftlicher Druck auf Russland, die Bombardierung der  Zivilbevölkerung einzustellen.“

          Die Vereinten Nationen hatten am Montag mitgeteilt, dass im Zuge der von russischen Truppen unterstützten Offensive der syrischen Regierungstruppen seit Dezember 875.000 Menschen aus dem Nordwesten des Landes geflohen seien. Die meisten von ihnen seien Frauen und Kinder. Die Menschen seien traumatisiert und gezwungen, bei eisigen Temperaturen im Freien zu schlafen, weil die Lager voll seien. Der Konflikt habe „ein schreckliches Ausmaß erreicht“, sagte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock.

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