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Deutsche Kriegsgräber : Auf Totensuche in Kroatien

Fund gemacht: Aus einer Karsthöhle bei Rijeka wird ein Eimer mit Gebeinen heraufgezogen. Bild: Uwe Zucchi / Volksbund

Noch immer sind die Schicksale hunderttausender Opfer des Zweiten Weltkriegs ungeklärt. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge birgt ihre Gebeine. Unser Autor hat sie bei ihrer Suche in einer kroatischen Karsthöhle begleitet.

          10 Min.

          Durch Zufall kommt niemand an diesen Ort. Eine halbe Stunde lang geht es von Rijeka aus zunächst in Serpentinen durch eine Berglandschaft im gleißenden Hochsommerlicht der Adriaküste, dann irgendwann rechts ab auf eine von der Straße aus kaum einsehbare Lichtung. Von dort führt eine steinige Piste, die selbst robuste Fahrzeuge mit Allradantrieb nur im Schritttempo bewältigen, in einen Wald hinein.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Irgendwann kommt eine weitere Lichtung in Sicht. Dort warten zwei Männer, Ende zwanzig oder Anfang dreißig, die sich nur mit ihren Vornamen vorstellen: Marko und Leonardo.Von hier aus kennen allein sie den Weg. Wir folgen zunächst für zwanzig Minuten einem schulterbreiten Pfad, der tiefer in den Wald führt. Danach geht es weiter über Gestrüpp und Gestein bald in diese, bald in jene Richtung. Vorsicht, es gibt hier Giftschlangen, warnt Leonardo, aber es zeigen sich keine.

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