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Krieg in Syrien : In Putins Hand

Syrische Soldaten im Norden des Landes Bild: dpa

Im Kampf mit dem „Islamischen Staat“ schielen viele nun nach Assads Armee. Doch solange der syrische Diktator ihr Oberkommandierender ist, kann der Westen nicht mit ihr kooperieren.

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          In Syrien soll jetzt eine verstärkte Luftoffensive die Wende bringen in einem Kampf, der am Ende doch nur auf dem Boden entschieden werden kann. Außer dem IS glaubt freilich niemand, dass es eine gute Idee wäre, westliche Infanterie im syrischen Mehrfrontenkrieg einzusetzen. Woher also dann die Truppen nehmen, wenn die Fremdenlegionäre Deutschlands, die Kurden, es nicht alleine schaffen und die große sunnitische Befreiungsarmee nicht in Sicht ist?

          Zwangsläufig richten sich jetzt viele Augen auf Assads Armee. Denn die, das ist die Lehre aus dem Irak, dürfte ohnehin nicht gänzlich zerschlagen werden: Wer einen Diktator samt seinem Machtapparat beseitigt, beseitigt den ganzen Staat. Doch solange Assad in Damaskus sitzt und seine Truppen einsetzt, um seine Herrschaft wenigstens über einen Teil Syriens zu retten, ist eine Einbindung dieser Streitkräfte in den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ nicht möglich.

          Putin könnte das schlagartig ändern, zöge er seine schützende Hand über Assad weg. Doch stattdessen verschaffte Moskau, das eigenen Plänen folgt, ihm auch noch eine Luftwaffe.

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