Krieg in Gaza : Israels Ziel bleibt richtig

Dass Frankreich, Ägypten und Jordanien jetzt noch mal einen Waffenstillstand in Gaza fordern, dürfte auf Israel wenig Eindruck machen. Das überfallene Land hat andere Interessen als seine Kritiker.
Der Gazakrieg unterscheidet sich nicht nur wegen seiner Länge von vorherigen Kriegen in Nahost, sondern vor allem auch wegen des schwindenden ausländischen Einflusses auf Israel. Die alte Faustformel, dass das Land eine militärische Operation in kurzer Zeit zu Ende bringen müsse, weil dann die internationale Kritik zu groß werde, gilt nicht mehr.
Die israelische Führung zeigt sich fünf Monate nach Beginn ihres Feldzugs immer noch entschlossen, die Hamas zu zerschlagen. Netanjahu hat gerade erst mitgeteilt, dass es ein Datum für den Sturm auf Rafah gebe, den viele Partner Israels ablehnen.
Innenpolitische Bedürfnisse
Deshalb wird es keinen großen Eindruck hinterlassen, wenn nun der französische Präsident zusammen mit den Staatschefs von Jordanien und Ägypten noch einmal die Forderungen der jüngsten UN-Resolution bekräftigt.
Der sofortige Waffenstillstand, den inzwischen viele westliche Länder gerne sehen würden, käme ihren innenpolitischen Bedürfnissen entgegen (Stichwort muslimische Minderheiten), nicht aber denen des überfallenen Israels. Das wird auch in Deutschland häufig übersehen.
Israel muss mehr für die humanitäre Versorgung in Gaza tun, aber die Bekämpfung der Hamas bleibt ein legitimes Ziel. Die Dezimierung der Terrorbande ist keine hinreichende Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden, aber eine notwendige.






