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Krieg im Jemen : UN warnen vor Verschärfung der Hungersnot

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Ein stark unterernährtes Mädchen in einem Gesundheitszentrum im Jemen Bild: AP

Bis zu zwölf Millionen Menschen im Jemen sind vom Hunger bedroht, warnt das Welternährungsprogramm. Derweil entlässt der jemenitische Präsident Hadi seinen Regierungschef wegen Versagen im Kampf gegen die Wirtschaftskrise.

          Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat vor einer Verschärfung der Hungersnot im Bürgerkriegsland Jemen gewarnt. Sollte sich die Lage dort nicht ändern, könne die Zahl der vom Hunger bedrohten Menschen um weitere 3,5 Millionen auf zwölf Millionen anwachsen, sagte der Sprecher der Organisation, Herve Verhoosel, am Montag. In dem ärmsten Land auf der arabischen Halbinsel leben rund 30 Millionen Menschen. Traditionell werden 90 Prozent der Lebensmittel importiert.

          Seit 2014 herrscht im Jemen Bürgerkrieg. Dabei kämpfen vom Iran unterstützte schiitische Huthi-Milizen gegen die international anerkannte sunnitische Regierung, die von einer von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz gestützt wird. Seither wurden in dem Konflikt fast 10.000 Menschen getötet. Außerdem herrscht in dem Land eine Cholera-Epidemie.

          Unterdessen hat der jemenitische Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi Regierungschef Ahmed bin Dagher entlassen. Dagher müsse seinen Posten räumen, weil die Regierung im Kampf gegen die Wirtschaftskrise und das Leiden der Bevölkerung versagt habe, erklärte der Staatschef am Montag laut der Nachrichtenagentur Saba. Dagher habe es nicht geschafft, den wirtschaftlichen Abschwung und insbesondere den Verfall der Landeswährung Rial zu stoppen. Hadi ordnete an, Ermittlungen gegen Dagher einzuleiten.

          Zum neuen Regierungschef ernannte der Staatschef den bisherigen Infrastrukturminister Moeen Abulmalik Saeed, der nach Angaben von politischen Beobachtern „ausgezeichnete“ Verbindungen zu Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterhält.

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