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Jemen : Tote bei Luftangriff auf Krankenhaus

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Vor allem die Zivilbevölkerung leidet unter dem Bürgerkrieg im Jemen. Am Samstag sorgte ein Luftangriff auf eine Schule für Entsetzen, jetzt ist es ein Krankenhaus.

          Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus im Jemen sind nach einer Mitteilung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mindestens elf Menschen getötet worden. 19 wurden diesen Angaben nach verletzt. Der Gesundheitsdirektor Aiman Madkur der Provinz Hadscha hatte am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt, 15 Menschen seien getötet und 25 seien verletzt worden.

          Bei der Klinik handele es sich um eine von der Hilfsorganisation unterstützte Einrichtung in Abs in der nördlichen Provinz. Alle Opfer seien Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte den Angriff scharf.

          Der Luftangriff sei von der Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens ausgeführt worden, sagte Madkur. Die Region werde von den Huthi-Rebellen kontrolliert, gegen die das Bündnis militärisch vorgeht.

          Das saudisch geführte Militärbündnis unterstützt seit März vergangenen Jahres den international anerkannten jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi mit Luftangriffen im Kampf gegen die Rebellen. Erst am Samstag waren beim Angriff auf eine Schule in der Nachbarprovinz Saada mindestens zehn Kinder getötet worden.

          Flughafen soll geöffnet werden

          Der seit Anfang 2014 andauernde Konflikt im Jemen verschärft sich, seit die Friedensgespräche zwischen Hadis Regierung und den Rebellen am 6. August abgebrochen wurden. Allerdings will die Militärkoalition nach eigenen Angaben wieder den Anfang August geschlossenen Flughafen in der Hauptstadt Sanaa für Hilfslieferungen öffnen. Hilfsorganisationen hatten die Schließung kritisiert, dadurch sei das Leben von Millionen Menschen bedroht.

          Der Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel gehört zu den ärmsten Ländern der arabischen Welt. Vier Fünftel der gut 26 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen sind ohne sauberes Trinkwasser und ausreichende medizinische Versorgung.

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