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Kampf gegen Terrormiliz : Kreml: IS vollständig aus Palmyra vertrieben

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Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat in Palmyra zahlreiche antike Bauwerke zerstört. Bild: dpa

Zum zweiten Mal haben syrische Regierungskräfte die Wüstenstadt zurückerobert. Doch die Soldaten kommen nur schwer voran: Die Islamisten ließen zahlreiche Minen zurück.

          Syrische Regierungstruppen haben nach Angaben Moskaus mit russischer Hilfe zum zweiten Mal die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) aus der Wüstenstadt Palmyra vertrieben. Die Stadt sei wieder vollständig unter Kontrolle, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Donnerstag bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Das meldete die Agentur Interfax in Moskau.

          Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien meldete, dass sich die Islamisten komplett aus der Stadt zurückgezogen hätten. Die Soldaten kämen aber wegen zahlreicher Sprengfallen nur langsam im Stadtgebiet voran.

          Die syrische Armee war nach Angaben der Beobachtungsstelle am Mittwochabend in die von der IS-Miliz gehaltene Stadt eingerückt. Die Armee rückte demnach in ein Viertel im Westen Palmyras vor und brachte einen Teil des Gebiets unter ihre Kontrolle. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten in Syrien, von unabhängiger Seite sind ihre Angaben kaum zu überprüfen. Syrische Staatsmedien berichteten ebenfalls, dass die Armee wichtige Gebiete in der Umgebung der Stadt kontrolliere.

          Zahlreiche zerstörte antike Bauwerke

          Die syrische Armee versucht seit Wochen mit russischer Unterstützung, die Wüstenstadt in der Provinz Homs mit Bodentruppen und Luftangriffen einzunehmen. Palmyra zählt seit 1980 zum Unesco-Weltkulturerbe. Die IS-Miliz hatte die Stadt erstmals im Mai 2015 eingenommen. Nach ihrer Vertreibung durch die syrische Armee im März vergangenen Jahres eroberte der IS die Stadt im Dezember abermals.

          Während ihrer Herrschaft zerstörten die IS-Kämpfer dort zahlreiche einzigartige Kulturgüter, darunter den berühmten Baal-Tempel, den prachtvollen Triumphbogen und mehrere antike Grabtürme. Auf Mitte Februar veröffentlichten Bildern der russischen Armee waren weitere Zerstörungen am Tetrapylon zu erkennen, einem aus vier Türmen bestehenden Monument mit 16 Säulen vom Ende des 3. Jahrhunderts. Die UNO stufte diese Zerstörungen als „Kriegsverbrechen“ ein.

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