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Nach Selbstmordanschlag : Kramp-Karrenbauer besucht Bundeswehrsoldaten in Mali

  • Aktualisiert am

Auf Patrouille: Ein Transportpanzer der Bundeswehr im MINUSMA-Einsatz in Mali im November 2020 Bild: obs

Rund eine Woche nach dem Selbstmordanschlag auf ausländische Soldaten in Mali besucht Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer das Feldlager der UN-Mission in Gao. Sie traf dort auch Soldaten, die Ziel der Attacke waren.

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          Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche Blauhelme in Mali das Feldlager der UN-Mission MINUSMA in Gao besucht. Sie habe Soldatinnen und Soldaten sprechen und sich ein Lagebild machen wollen, bestätigte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

          In Mali sprach sie mit den Soldaten, auf die der Anschlag verübt worden war. Kramp-Karrenbauer war auch in Koblenz gewesen, um die Verletzten zu treffen. Diese werden dort im Bundeswehrzentralkrankenhaus behandelt. Die Ministerin flog am Samstag zurück nach Deutschland.

          Bild: Sieber

          Der Täter war vermutlich Anhänger eines Al-Qaida-Ablegers

          Am Freitag der Vorwoche hatte ein Attentäter etwa 180 Kilometer nördlich von Gao eine deutsche Patrouille mit einer Autobombe angegriffen und zwölf deutsche sowie einen belgischen Soldaten verletzt. Deutsche Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass der Täter Anhänger eine Unterorganisation des islamistischen Terrornetzwerkes Al-Qaida war. Die Bundeswehr ist in Mali an dem UN-Stabilisierungseinsatz sowie an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt. Einsätze in Mali gelten als besonders gefährlich.

          Unterdessen hat Frankreich seine militärische Zusammenarbeit mit Mali nach einer einmonatigen Unterbrechung wieder aufgenommen. Paris bleibe im Anti-Terror-Kampf in der gesamten Region engagiert, teilte das Verteidigungsministerium in der Nacht zum Samstag mit.

          Frankreich will die Zahl der Soldaten im Sahel verringern 

          Frankreich hatte Anfang Juni seine gemeinsamen militärischen Einsätze mit Mali zeitweise ausgesetzt und nach dem jüngsten Putsch Garantien für den politischen Übergang gefordert. Das Ministerium machte nun deutlich, dass diese Zusicherungen vorliegen.

          Frankreich richtet den Kampf gegen islamistische Terrorgruppen im riesigen Sahel-Gebiet neu aus und will die Zahl der entsandten Soldaten deutlich verringern. Einige der Terrorgruppen haben Al-Qaida oder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) die Treue geschworen. Die einstige Kolonialmacht mobilisiert im bisherigen Einsatz „Barkhane“ bis zu 5100 Soldaten.

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