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Kosovo : Verhärtete Fronten im Grenzkonflikt

  • Aktualisiert am

Machtprobe mit Kfor: serbische Straßenblockade in Rudare Bild: REUTERS

Die Kosovo-Regierung zeigt sich im Grenzstreit mit Serbien kompromisslos. „Unter keinen Umständen kann man über einen Weg zurück nachdenken“, sagte Regierungschef Thaci. Die Serben verlangen dagegen neue Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina.

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          Die Regierung des Kosovos zeigt sich im Grenzstreit mit Serbien kompromisslos. „Unter keinen Umständen und zu keinem Preis kann man über einen Weg zurück nachdenken“, sagte Ministerpräsident Hashim Thaci am Samstag in Prishtina. Er beharrte „auf der vollen Geltung der Gesetze und der Durchsetzung der staatlichen Souveränität.“ Die Regierung hatte Anfang der Woche zwei Grenzübergänge in ihre Gewalt gebracht, die bisher von Angehörigen der serbischen Minderheit kontrolliert wurden. Die serbischen Beamten wollten sich nicht der Zentralregierung unterstellen.

          Demgegenüber haben die Abgeordneten im serbischen Parlament in Belgrad auf einer Sondersitzung ihre Maximalpositionen bekräftigt - die Rückkehr des abtrünnigen Gebietes in den serbischen Staatsverbund. Sie verlangten neue Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina, aber nicht wie zuletzt unter Vermittlung der EU, sondern unter Führung der Vereinten Nationen. Die Nato-geführte Kfor und die EU-Rechtsstaatskommission Eulex beschuldigten sie, einseitig Positionen der Kosovo-Regierung gegen die Serben zu unterstützen.

          In der Nacht zum Samstag waren Kfor-Soldaten von einer serbischen Straßenblockade in Rudare nördlich von Mitrovica abgezogen, ohne ein abgelaufenes Ultimatum zum Abbau der Sperren durchzusetzen. Er habe sich „zum letzten Mal“ entschieden, seine Soldaten zurückzuziehen, sagte der Kfor-Oberbefehlshaber.

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