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Kosovo : Kfor räumt Barrikaden

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Am Donnerstagmorgen: Deutsche und österreichische Kfor-Soldaten lösen eine Straßensperre bei Jagnjenica auf. Bild: AFP

Die Kfor hat mit der Räumung von Barrikaden an der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien begonnen. Bei der Aktion wurde Tränengas gegen serbische Demonstranten eingesetzt.

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          Die internationale Schutztruppe Kfor hat am Donnerstag mit der Räumung serbischer Barrikaden in Nordkosovo begonnen. Am frühen Morgen räumten Soldaten einen von drei schweren Lastwagen beim Dorf Jagnjenica westlich von Mitrovica von der Straße.

          Zuvor waren die Bewacher der Straßensperre mit Tränengas vertrieben worden. Auch im nahe gelegenen Zupce erschien ein Kfor-Konvoi vor den Blockaden aus Baumstämmen, ohne jedoch einzugreifen. Etwa 150 Serben versuchten, die Räumung zu verhindern und setzten sich zu einer Blockade auf die Straße. Berichte über mögliche Verletzte lagen nicht vor.

          Ziel der Kfor-Aktion ist die freie Zufahrt zum Grenzübergang Brnjak nach Serbien. Die Serben hatten vor einem Monat knapp 20 Straßensperren errichtet, um den Abzug von Zöllnern und Grenzern der albanisch dominierten Kosovo-Regierung in Brnjak und im benachbarten Jarinje zu erzwingen.

          Am Dienstag war ein Ultimatum der Kfor zur Aufgabe der Blockaden ausgelaufen. Daraufhin räumte die Nato den Serben im Kosovo wie bereits am Sonntag zuvor einen weiteren Tag mehr Zeit ein, um die Sperren zu beseitigen.

          Der Norden des Kosovos an der Grenze zu Serbien ist seit Monaten Schauplatz von Feindseligkeiten zwischen Kosovaren und der dort lebenden serbischen Minderheit, die dort allerdings die Bevölkerungsmehrheit bildet.

          Deutschland stellt mit 1450 Soldaten das größte Kontingent der Kfor-Truppe.

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