https://www.faz.net/-gpf-9y30u

Nach amerikanischem Druck : Kosovo hebt Strafzölle gegenüber Serbien auf

  • Aktualisiert am

Kosovos geschäftsführender Ministerpräsident Albin Kurti im Februar in Prishtina Bild: EPA

Importe aus Serbien sollen bis zum 15. Juni von Strafzöllen ausgenommen sein. Amerika fordert das seit langem. Für eine endgültige Aufhebung brauche es ein Entgegenkommen Belgrads, heißt es aus Prishtina.

          1 Min.

          Nach starkem Druck aus Washington hat die Regierung Kosovos am Mittwoch die Strafzölle für Importe aus Serbien vorläufig aufgehoben. Die Suspendierung gelte bis zum 15. Juni, erklärte der geschäftsführende Ministerpräsident Albin Kurti. Dann werde man die Lage neu bewerten, fügte er hinzu.

          Die Strafzölle hatte Ende 2018 Kurtis Vorgänger Ramush Haradinaj eingeführt, um Serbien zur Achtung der Interessen Kosovos zu zwingen. Die Vereinigten Staaten, der wichtigste militärische Verbündete Kosovos, hatten zuletzt starken Druck auf Kurti ausgeübt, diese Zölle ohne Vorbedingungen und zur Gänze zu beseitigen. Vor anderthalb Wochen hatte Prishtina die Zölle auf Rohstoffe aus Serbien aufgehoben.

          Für eine endgültige Beseitigung der Zölle macht Prishtina eine Gleichbehandlung durch Serbien zur Bedingung. Unter anderem lässt Serbien derzeit keine Fahrzeuge mit kosovarischen Kennzeichen ins Land fahren. Auch mit der Anerkennung kosovarischer Herkunftsbezeichnungen durch Serbien gibt es Probleme im Warenverkehr.

          Das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo hatte früher zu Serbien gehört. 2008 erklärte sich das Land für unabhängig. Serbien ist nicht bereit, dies anzuerkennen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newcastle United spielt im St. James’ Park, zumindest wieder wenn die Corona-Pause vorbei ist.

          Fußballklub im Fokus : Arabische Schlacht um Newcastle

          Muhammed bin Salman und der saudische Staatsfond wollen Newcastle United übernehmen. Der Premier-League-Partner Qatar hält dagegen. Es ist ein Kampf mit allen Mitteln. Ein Konflikt, der weit über den Sport hinaus reicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.