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Korruptionsvorwürfe : Früherer Regierungschef Kirgistans festgenommen

  • Aktualisiert am

Hat „echten Kampf“ gegen Korruption angekündigt: Kirgistans Präsident Sadyr Schaparow, der bis im vergangenen Jahr selbst eine Haftstrafe verbüßt hatte Bild: dpa

Der frühere kirgisische Regierungschef Temir Sarijew ist wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Demnach soll er dem Land bei der Erschließung einer Goldmine „enormen finanziellen Schaden“ zugefügt haben.

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          In Kirgistan ist der frühere Regierungschef Temir Sarijew wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Der 58-Jährige solle vor einigen Jahren in seiner Funktion etwa als Wirtschaftsminister bei der Erschließung einer Goldmine dem zentralasiatischen Land einem „enormen finanziellen Schaden“ zugefügt haben, berichteten kirgisische Medien am Dienstag unter Berufung auf das Sicherheitskomitee in der Hauptstadt Bischkek. Sarijew war von 2015 bis 2016 Regierungschef, zuvor leitete er das Wirtschaftsressort.

          Im Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um die Goldmine wird zudem der frühere Präsident Askar Akajew befragt. Nach dem 76-Jährigen war gefahndet worden. Er kehrte am Montag Berichten zufolge freiwillig nach 16 Jahren in seine kirgisische Heimat zurück. Kirgistans aktueller Präsident Sadyr Schaparow hatte nach seinem Amtsantritt zum Beginn dieses Jahres einen „echten Kampf“ gegen Korruption versprochen.

          Schaparow wurde im Oktober vergangenen Jahres aus dem Gefängnis entlassen, wo er wegen einer Geiselnahme eine Haftstrafe verbüßt hatte. Er übernahm danach den Posten des Regierungschefs, drängte Staatschef Sooronbaj Dscheenbekow aus dem Amt und ließ sich nach einer umstrittenen Wahl im Januar zum Präsidenten ernennen.

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