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Konversion in Österreich : Nicht nur eine Frage der Religion

Christlich: Zulassungsfeier zur Taufe in Wien im Februar mit der noch ungeschmückten Osterkerze Bild: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht

Seit dem großen Flüchtlingszustrom lassen sich viele Muslime in Österreich taufen. Doch der Weg zum Christentum ist beschwerlich und nicht ohne Risiko.

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          Warum eigentlich sollte sich der Heilige Geist nicht einer App bedienen? Thomas jedenfalls ist davon überzeugt, dass Gott sich sehr aktiv unter Nutzung der Technik in sein Leben eingemischt hat. Thomas heißt eigentlich nicht Thomas, er trägt den Namen, der ihm vor 22 Jahren in Iran von seinen Eltern gegeben wurde. Auf dem Papier ist er bislang noch Muslim. In der Osternacht möchte er sich in einer Kirche in Wien taufen lassen. Er wird auch dann nicht Thomas heißen. Aber aus Gründen, auf die noch einzugehen sein wird, nennen wir ihn hier so.

          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Thomas ist vor einigen Jahren, da war er noch ein Jugendlicher, mit seinen Eltern in Österreich eingereist. Das war noch vor dem großen Flüchtlingstreck. Seine Familie musste nicht um Asyl ersuchen, sie war nicht auf der Flucht. Der Vater ist hochqualifiziert und trat einen Job in Wien an. Thomas ging dort zur Schule, heute studiert er. Seine Familie beschreibt Thomas als gläubig im muslimischen Sinne, aber nicht besonders streng. „Obwohl sie religiös sind, haben sie nicht gesagt, du musst unbedingt das machen, was wir gemacht haben. Sondern man muss wirklich glauben.“

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