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Konflikt um Gaza : Im Raketenhagel

Spuren des israelischen Raketenabwehrsystems Iron Dome über dem Himmel der Stadt Aschkelon. Bild: Reuters

Die israelische Armee will sich auf eine Waffenruhe mit der Hamas nicht einlassen. Stattdessen könnte eine größere militärische Operation bevorstehen.

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          Der Raketenhagel, der am Wochenende aus dem Gazastreifen abgefeuert wurde und in Israel niederging, hatte wohl auch zum Ziel, die Aufmerksamkeit Israels von Syrien wieder auf die Grenze zu Gaza im Süden zu lenken. Denn hinter dem massiven Beschuss steckt vor allem der palästinensische Islamische Dschihad, den ganz wesentlich Iran unterstützt.

          Die iranischen Revolutionswächter bauen auch in Syrien ihre militärischen Stellungen und Waffenfabriken aus, die sich früher oder später gegen Israel richten werden. Die israelische Luftwaffe geht daher regelmäßig gegen sie vor. Nicht allein die israelischen Angriffe setzen Iran zu, auch die amerikanischen Sanktionen könnten das Land schwächen. Das zynische Kalkül könnte daher sein, mit Raketen den Blick Israels wieder auf den Süden zu lenken.

          Zwar hat Ägypten seine Vermittlerrolle angeboten, um eine Waffenruhe auszuhandeln. Darauf will sich die israelische Armee aber nicht einlassen, und so könnte eine größere Operation bevorstehen, um die Positionen mit den Raketenwerfern, die Israel jederzeit wieder bedrohen können, auszuschalten.

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

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