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Politisches Säbelrasseln : Iran beginnt mit Teilausstieg aus Atomabkommen

  • Aktualisiert am

Der iranische Präsident Hassan Ruhani kündigt an, Uran in Zukunft höher anreichern als bisher vereinbart, sollten die Sanktionen gegen Iran nicht gelockert werden. Bild: dpa

Teheran hält sich damit nicht mehr an die mühsam ausgehandelte Abmachung aus dem Jahr 2015. Die Sorge vor einem militärischen Konflikt mit den Vereinigten Staaten wächst.

          Iran hat mit dem jüngst angekündigten Teilausstieg aus dem internationalen Atomabkommen begonnen. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Isna berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Informationen aus dem Nationalen Sicherheitsrat des Landes, damit werde die erste Phase des vor einer Woche angekündigten Plans umgesetzt. Fortan werde sich das Land nicht mehr an die Wiener Abmachung von 2015 halten, maximal 300 Kilogramm Uran und 130 Tonnen Schwerwasser im Land zu behalten und den Rest ins Ausland zu schicken oder zu verkaufen.

          Iran hatte ein Jahr nach dem Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem mühsam ausgehandelten Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe vor einer Woche angekündigt, sich nun auch nicht mehr an einzelne Vereinbarungen halten zu wollen. Irans Präsident Hassan Rohani hatte den verbliebenen Partnern China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland eine Frist von 60 Tagen gesetzt, um doch noch zu ermöglichen, dass der Iran wieder von versprochenen Sanktionserleichterungen profitiert.

          Rohani hatte angekündigt, andernfalls werde Iran dann in einer zweiten Ausstiegsphase unbegrenzt Uran höher anreichern als bisher vereinbart.

          Es wachsen die Befürchtungen, dass es bei einem Scheitern des Abkommens zum Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran kommen könnte. Die Spannungen im Golf nehmen zurzeit rasant zu.

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