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Konflikt mit Regime : Amerikaner offenbar in Nordkorea festgenommen

  • Aktualisiert am

Traditionelles Säbelrasseln: Militärparade im nordkoreanischen Pjöngjang Bild: dpa

Am Flughafen in Pjöngjang ist offenbar ein amerikanischer Staatsbürger festgenommen worden. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind derzeit wegen des Streits um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm äußerst angespannt.

          In Nordkorea ist Medienberichten zufolge abermals ein amerikanischer Bürger festgenommen worden. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Sonntag, der Mann mit dem Familiennamen Kim sei am Freitag auf dem Internationalen Flughafen von Pjöngjang abgeführt worden. Das amerikanische Außenministerium erklärte lediglich, der Bericht sei bekannt. Eine offizielle Bestätigung für die Festnahme gab es aber nicht, die Gründe waren zunächst unklar.

          Laut Yonhap handelt es sich bei dem Endfünfziger um einen ehemaligen Professor der chinesischen Yanbian-Universität für Wissenschaft und Technologie. Er habe sich etwa einen Monat in Nordkorea aufgehalten, um dort über Hilfsprogramme für das kommunistisch regierte Land zu beraten.

          Zwei weitere Amerikaner in Haft

          In Südkorea erklärten der Geheimdienst sowie die Ministerien für Außenpolitik und Wiedervereinigung, sie könnten den Bericht nicht bestätigen.

          Ein Vertreter des Außenministeriums in Washington erklärte am Sonntag, da die Vereinigten Staaten und Nordkorea keine diplomatischen Beziehungen hätten, arbeite die amerikanische Regierung in solchen Fällen mit der schwedischen Botschaft zusammen. Weiter wolle er dies nicht kommentieren.

          Nordkorea hält bereits zwei andere Bürger der Vereinigten Staaten gefangen: Ein amerikanisch-koreanischer Pastor wurde wegen Spionage zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt und der Student Otto Warmbier muss wegen Diebstahls von Propagandamaterial und „Verbrechen gegen den Staat“ eine 15-jährige Haftstrafe absitzen.

          Flugzeugträger auf dem Weg in Richtung Nordkorea

          Die Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang sind derzeit wegen des Streits um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm äußerst angespannt. Vor diesem Hintergrund begannen in der Philippinensee im westlichen Pazifik gemeinsame Marineübungen der Vereinigten Staaten und Japans, wie die amerikanische Marine mitteilte.

          Der amerikanische Flugzeugträger USS Carl Vinson soll vor Monatsende vor Nordkorea ankommen.

          An dem Seemanöver nimmt auch der Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ teil. Der Flottenverband um den Flugzeugträger soll neuen Regierungsangaben zufolge binnen Tagen die Gewässer vor der koreanischen Halbinsel erreichen. „Noch vor Monatsende“ werde er Position im Japanischen Meer bezogen haben, sagte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence nach einem Treffen mit Australiens Premierminister Malcolm Turnbull am Samstag in Sydney.

          Verwirrung um Flugzeugträger

          Zuletzt hatte die amerikanische Regierung für Verwirrung um die Entsendung des Flugzeugträgers gesorgt, der im Konflikt mit Nordkorea die Führung in Pjöngjang einschüchtern sollte. Der Verband würde „innerhalb der nächsten 24 Stunden“ Kurs auf die koreanische Halbinsel nehmen, hatte das Pentagon vor rund zwei Wochen erklärt. Doch am Dienstag war er dann noch tausende Kilometer weit von seinem Ziel entfernt.

          Das amerikanische Verteidigungsministerium hatte eingeräumt, dass sich der Flugzeugträger, den die Regierung vermeintlich bereits vor einer Woche zur koreanischen Halbinsel entsandt hatte, derzeit noch vor der Nordwestküste von Australien befinde. Die „USS Carl Vinson“ wird von einem Kampfflugzeug-Geschwader, zwei Lenkwaffenzerstörern und einem Kreuzer begleitet.

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