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Konflikt mit Iran : Eskalation in kleinen Schritten

Das britische Kriegsschiff „HMS Montrose“, hier bei einer Übung im Mittelmeer im Jahr 2012 Bild: Reuters

Mit dem Zwischenfall in der Meerenge von Hormuz gerät der Handel auf einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten in Gefahr. Trump Forderung nach einer internationalen Militärkoalition ist daher ist richtig.

          Der Konflikt mit Iran, den der Rückzug Washingtons aus dem Atomabkommen und die Sanktionen gegen Teheran ausgelöst haben, gerät zwar nicht mit einem Donnerschlag außer Kontrolle. Er eskaliert aber stetig mit kleinen, dosierten Schritten – und zieht dabei immer weitere Kreise.

          Mit dem Zwischenfall in der Meerenge von Hormuz, bei dem iranische Boote versucht haben, einen britischen Öltanker abzudrängen, gerät nun der Handel auf einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten in Gefahr.

          Iran hatte wiederholt gedroht, die Meerenge von Hormuz, durch die 40 Prozent des weltweit verschifften Erdöls transportiert werden, zu sperren. Gedient wäre damit niemandem – weder Iran, dessen Export völlig zum Erliegen käme, noch dem Rest der Welt, wo eine Verknappung des Erdöls zu einem Preisanstieg führen würde.

          Das zeigt die unverändert große strategische Bedeutung des Persischen Golfs für die Weltwirtschaft. Richtig ist, dass der amerikanische Präsident eine internationale Militärkoalition zum Schutz von Öltankern in der Meerenge fordert. Wer davon profitiert, sollte sich an ihr beteiligen.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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