https://www.faz.net/-gpf-11bv0

Konflikt mit Indien : Pakistanische Soldaten marschieren an indischer Grenze auf

  • Aktualisiert am

Die Grenze sichern: Indische Soldaten am Freitag an der Grenze zu Pakistan Bild: AP

Mehr als 20.000 Soldaten hat die pakistanische Regierung an die Grenze zu Indien geschickt - einen Monat nach dem Terrorangriff in Bombay. Die Angst vor einer abermaligen Eskalation im Konflikt zwischen den beiden Staaten wächst.

          Einen Monat nach dem Terrorangriff in Bombay hat Pakistan seine Truppenpräsenz im Grenzgebiet zu Indien verstärkt. Die Regierung habe die Verlegung von 20.000 Soldaten angeordnet, verlautete am Freitag aus Geheimdienstkreisen. Die 14. Heeresdivision sei in die grenznahen Regionen Kasur und Sialkot geschickt worden. Außerdem wurde eine Urlaubssperre für die Streitkräfte verhängt.

          Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP sah im Bezirk Dera Ismail Khan 40 Militärtransporter mit Soldaten, die aus der Provinz Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan abgezogen wurden. Bislang befanden sich dort und in anderen Nordwestregionen mehr als 100.000 Soldaten im Einsatz gegen islamische Extremisten.

          Indien schließt militärische Option nicht aus

          Ein hoher Offizier lehnte eine Erklärung zu den Truppenbewegungen ab, sagte aber: „Es werden erforderliche Verteidigungsmaßnahmen ergriffen, und die pakistanischen Streitkräfte sind auf jede Eventualität vorbereitet.“

          Indien wirft Extremisten in Pakistan vor, für die Anschläge in Bombay verantwortlich zu sein. Bei Überfällen auf zwei Luxushotels und andere Ziele kamen Ende November mehr als 160 Menschen ums Leben. Beide über Atomwaffen verfügende Staaten haben erklärt, dass sie einen militärischen Konflikt vermeiden wollen.

          Indien hat eine militärische Option aber nicht ausgeschlossen, und Pakistan hat für diesen Fall mit einer aggressiven Antwort gedroht. Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan reicht in die Auflösung des britischen Kolonialregimes im Jahr 1947 zurück. Seitdem haben beide Staaten drei Kriege gegeneinander geführt.

          Weitere Themen

          Scholz lässt seine Pläne offen Video-Seite öffnen

          Bewerbung auf SPD-Vorsitz : Scholz lässt seine Pläne offen

          „Ganz klar ist, wir müssen in Deutschland vorankommen mit unserem Land. Wir müssen dafür sorgen, dass der Zusammenhalt besser wird“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz nach Bekanntwerden seiner Kandidatur für die SPD-Spitze.

          EU-Außenminister fordert Gewaltverzicht

          Proteste in Hongkong : EU-Außenminister fordert Gewaltverzicht

          An diesem Sonntag werden in Hongkong wieder massive Proteste erwartet. Die EU hat nun China ermahnt, die Grundfreiheiten der Demonstranten zu respektieren und den Autonomiestatus von Hongkong unangetastet zu lassen.

          Topmeldungen

          Gletscher Okjökull : Das Eis verlässt Island

          Die Gletscherschmelze ist ein eindrückliches Merkmal der Klimaerwärmung: Der einstige Gletscher Okjökull auf Island ist heute keiner mehr. Die isländische Ministerpräsidentin appelliert an die Weltgemeinschaft.
          Angestellte von Google und Youtube beim Gay Pride Festival in San Francisco, Juni 2014

          Trump gegen Google : Man nennt es Meinungsfreiheit

          Ohne das Internet wäre Donald Trump wohl nicht amerikanischer Präsident geworden. Jetzt beschwert er sich über politische Ideologisierung bei Google. Aus dem Silicon Valley schallt es zurück.
          Im Jahr 2016 ist es in Kalkutta zwar noch wuseliger, aber die Anzahl der Läden und Fahrzeuge deuten auf einen Entwicklungsfortschritt hin.

          Wohlstand, Gesundheit, Bildung : Der Welt geht es immer besser

          Kurz bevor er starb, hat der schwedische Arzt Hans Rosling noch ein Buch geschrieben. Es hat eine zutiefst erschütternde These: Der Zustand der Welt verbessert sich, doch keiner bekommt es mit. Woran liegt das?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.