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Krise in Nicaragua : Regierung und Opposition einigen sich auf Friedensverhandlungen

  • Aktualisiert am

Anhänger des nicaraguanischen Präsidenten Ortega Anfang März in der Hauptstadt Managua. Bild: Reuters

Nach zwei gescheiterten Dialogen wollen sich die beiden Lager bis Ende März auf eine Lösung einigen. Zum politischen Konflikt kommt in dem mittelamerikanischen Land inzwischen auch eine wirtschaftliche Krise hinzu.

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          In der politischen Krise in Nicaragua haben sich die zivile Opposition und die Regierung von Präsident Daniel Ortega auf einen Fahrplan für die Friedensverhandlungen geeinigt. Die Gespräche sollen von Geistlichen der verschiedenen christlichen Konfessionen als Zeugen begleitet werden, wie aus einem Dokument der Konfliktparteien hervorgeht, das am Dienstag in verschiedenen Medien veröffentlicht wurde.

          Entfacht hatte sich der Konflikt im April 2018 an einer geplanten Sozialreform der autoritären Regierung Ortegas, gegen die zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen waren. Zwar wurde die Reform zurückgezogen, die Polizei und regierungsnahe Schlägertrupps griffen jedoch Demonstranten an. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen kamen in dem Konflikt bislang mindestens 500 Menschen ums Leben.

          Die Verhandlungen sollen dem Dokument zufolge voraussichtlich bis zum 28. März abgeschlossen werden. Nationale und internationale Bürgen sollen im Anschluss die Umsetzung der Ergebnisse garantieren. Nach zwei gescheiterten Friedensdialogen im vergangenen Jahr, waren die beiden Lager am 27. Februar abermalszu Gesprächen zusammengekommen.

          Zur politischen Krise kommt inzwischen eine wirtschaftliche Krise hinzu. 2018 ging die Wirtschaftsleistung um vier Prozent zurück, mehr als 300.000 Arbeitsplätze gingen verloren. Unternehmer befürchten für das Jahr 2019 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um bis zu elf Prozent, wodurch sich die Arbeitslosigkeit verschärfen würde.

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