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Ankaras Krieg in Syrien : Die höfliche Zurückhaltung der Nato

Die umkämpfte Stadt Saraqib in der syrischen Provinz Idlib. Bild: AFP

Nach syrischen Angriffen in der Provinz Idlib hofft die Türkei auf die Solidarität der Nato. Die Verärgerung unter den westlichen Alliierten aber ist groß – und mit Russland will sich niemand anlegen.

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          Der Gegenschlag der Türkei erfolgte noch in der Nacht. Verteidigungsminister Hulusi Akar, der stellvertretende Generalstabschef Ümit Dündar und der Kommandeur der Luftwaffe Hasan Kücükakyüz koordinierten in einem Kommandozentrum nahe der Grenze zur syrischen Provinz Idlib das militärische Vorgehen der türkischen Armee. Von der Luftwaffenbasis Diyarbakir stiegen mehrere F-16-Kampfflugzeuge auf. Kurz zuvor hatte der Kommunikationsdirektor von Präsident Tayyip Erdogan, Fahrettin Altun, angekündigt, dass die Türkei massive Vergeltung üben werde für den Tod von 34 ihrer Soldaten in der Provinz Idlib am Donnerstagabend. Am Freitagnachmittag teilte Verteidigungsminister Akar mit, es seien bereits 309 syrische Soldaten „neutralisiert“ worden; das kann getötet oder verletzt bedeuten.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Damit hat der Konflikt zwischen der Türkei und dem syrischen Regime sowie dessen Schutzmacht Russland eine weitere Eskalationsstufe erreicht. Die Auswirkungen der Auseinandersetzung erreichten umgehend auch die Nato und Europa.

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