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Spannungen in Hebron : Wer kontrolliert die israelische Armee?

Handgemenge zwischen Israelis und Palästinensern: Soldaten versuchen am 19. November in Hebron die Lage unter Kontrolle zu halten. Bild: Reuters

In Hebron nehmen die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern zu. Besorgnis löst vor allem aus, dass israelische Soldaten sich mit ultrarechten Politikern solidarisieren.

          6 Min.

          Die Reise ist zu Ende, bevor sie richtig begonnen hat. Der gut besetzte Reisebus hat sich die enge Straße zum Patriarchengrab in He­bron hinabgewunden. Israelische Po­lizisten und Soldaten haben jedoch den großen Parkplatz unterhalb des Orts umstellt, der Juden heilig ist. Kaum ist der letzte der sechs Busse eingefahren, schließen sie ein gelbes Metallgitter. Die Besucher – Studenten, Touristen, aber auch Friedensaktivisten –, die an diesem Tag auf Initiative von 30 Menschenrechtsorganisationen in die Stadt im süd­lichen Westjordanland gekommen sind, können den Parkplatz nicht verlassen.

          Christian Meier
          Politischer Korrespondent für den Nahen Osten und Nordostafrika.
          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die etwa 300 Personen versammeln sich um ihre Gruppenleiter. Was diese über die Besatzung in Hebron erzählen und über die Straßen in der Altstadt, die Palästinenser nicht betreten dürfen, ist jedoch schwer zu verstehen. Denn ein paar Meter weiter, hinter den Zäunen, brüllen Siedler unentwegt in ein Megafon: „Schande! Schande!“ und „Linke sind Verräter!“

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