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Andreas Ross (anr.)

Unterstützung der Gelbwesten : Grußwort aus Rom

  • -Aktualisiert am

Matteo Salvini, Innenminister von Italien, hält eine Rede auf der Piazza del Popolo. Bild: dpa

Die italienische Regierung hebt ihren Streit mit dem französischen Präsidenten auf eine neue Ebene. Macron regiere gegen sein Volk, so Salvini. Dabei fiel Macrons Wahlsieg noch deutlicher aus als der in Italien.

          Willkommen im Europawahljahr! Das Grußwort sprachen jetzt die beiden starken Männer von Rom, die ihren Streit mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron auf eine neue Ebene hoben. Der Linkspopulist Luigi Di Maio stärkte den in Frankreich protestierenden „Gelbwesten“ den Rücken, weil die Politik in ihrem Land „taub für die Bedürfnisse der Menschen“ geworden sei; Macrons Linie schade Frankreich und ganz Europa.

          Der Rechtspopulist Matteo Salvini sekundierte: Er unterstütze den Protest „gegen einen Präsidenten, der gegen sein Volk regiert“. Gewiss, auch Macron war nicht zimperlich, als er Italiens Regierung im Flüchtlingsstreit „zynisch“ nannte, und überhaupt bekommen die gewählten Populisten einiges aus der EU zu hören. Aber nun blieb das römische Duo nur Zentimeter vor dem Aufruf zum Sturz des Präsidenten eines EU-Partnerlands stehen.

          Dabei war Macrons Wahlsieg noch deutlicher ausgefallen als die 60-Prozent-Zustimmung der Italiener, auf die Di Maio und Salvini so stolz sind. Wollten sie davon ablenken, dass sie im Etatstreit mit Brüssel den Kürzeren gezogen hatten?

          Andreas Ross

          Redakteur in der Politik.

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