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Internationale Geberkonferenz : Trump Paroli bieten

Die Weltgemeinschaft schließt sich im Kampf gegen Sars-CoV-2 zusammen, um Impfstoffe zum Wohle aller zu entwickeln. Bild: EPA

Dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 lässt sich nur mit einem Impfstoff beikommen, an dem mit vereinten Kräften geforscht wird. Das sollte auch Donald Trump klar sein.

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          Zweierlei haben die meisten Menschen verstanden: Dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 lässt sich nur mit einem Impfstoff beikommen, an dem mit vereinten Kräften geforscht wird. Die Weltgemeinschaft scheint auch auf einem guten Weg zu sein: 102 mögliche Impfstoffkandidaten führt die Weltgesundheitsorganisation auf, 13 weitere sind im Gespräch.

          Vor zwei Wochen schon hat das Paul-Ehrlich-Institut in Deutschland erste klinische Studien mit einem möglichen Wirkstoff zugelassen, dem RNA-Impfstoff BNT162. Er enthält genetische Informationen des Erregers, gegen die das Immunsystem des Körpers eine Abwehr bilden soll. Getestet werden zunächst nur seine Verträglichkeit und die Dosierung.

          Der Hersteller Biontech sitzt in Mainz. Es ist natürlich von Vorteil, dass es sich um ein deutsches Unternehmen handelt. Doch Biontech wird nicht nur von der Stiftung des Milliardärs und Microsoft-Gründers Bill Gates unterstützt, die Mainzer kooperieren auch mit amerikanischen und chinesischen Firmen. Denn die Entwicklung eines Impfstoffs bedarf einer globalen Anstrengung, Corona ist ein globales Problem.

          Insofern ist es kein gutes Zeichen, dass die amerikanische Regierung unter Donald Trump die Entwicklung eines Impfstoffs zu einem Wettkampf zwischen Ländern stilisiert, um in „Warp-Geschwindigkeit“ den eigenen Landsleuten noch in diesem Jahr einen Impfstoff zur Verfügung stellen zu können. Schon werden Zwangslizenzen gefordert, noch ehe überhaupt klar ist, wann der Stoff, der die Rettung bringt, auf den Markt kommt.

          Fast der ganze Rest der Welt hat sich aber zu einer globalen Allianz zusammengeschlossen, geschmiedet von der Europäischen Kommission. Gemeinsam will man auch Washington Paroli bieten. Deutschland beteiligte sich auf der Geberkonferenz am Montag mit einem dreistelligen Millionenbetrag an den 7,5 Milliarden Euro, mit denen die Suche nach Impfstoffen beschleunigt werden soll.

          Denn ein Impfstoff allein wird am Ende sowieso nicht genügen; auch werden sicher mehrere Hersteller nötig sein, um den Bedarf der ganzen Welt zu decken.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

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