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Umgang mit Saudi-Arabien : Die Geschäftsordnung des Westens

Ein Sicherheitsmann steht vor dem saudiarabischen Konsulat in Istanbul. Bild: EPA

Es gibt Grenzen, die auch und gerade ein „strategischer Partner“ wie Saudi-Arabien nicht überschreiten darf.

          Unter den Blinden ist der Einäugige König. Doch was ist mit dem Kronprinzen? Auch der könnte blind sein – vor Zorn über einen Kritiker, vor Selbstüberschätzung oder weil ihm niemand sagte, was seine Gefolgsleute unter vorauseilendem Gehorsam verstehen. Auch die Ermordung eines Journalisten in einem Generalkonsulat?

          Dem Westen bleibt derzeit nur die Hoffnung, dass die Bluttat nicht auf Geheiß des Thronfolgers geschah, in dem mancher, ob Politiker oder Geschäftsmann, schon einen lupenreinen Reformer erblicken wollte. Selbst wenn das Königshaus von der Brutalität des eigenen Regimes überrascht worden sein sollte, könnte man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

          Auch und gerade einem „strategischen Partner“ muss verdeutlicht werden, dass es Grenzen gibt, deren Überschreitung nicht toleriert werden kann. Moskau und Peking haben damit selbstredend geringere Probleme. Doch wer – aus Eigeninteresse – Geschäfte mit dem Westen machen will, muss sich an unsere Geschäftsbedingungen halten. Das sieht jetzt sogar Siemens so. Trump aber drückt weiter beide Augen zu.

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