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Vereinigte Staaten : Sturm auf die Grenze

  • -Aktualisiert am

Migranten, die Rucksäcke und Schlafmatten bei sich tragen, laufen die letzten Meter bis zur amerikanischen Grenze. Bild: dpa

Der Vorfall an der mexikanisch-amerikanischen Grenze zeigt, wie falsch es ist, Migranten wochenlang im Unklaren über ihre Aussichten zu lassen. Korrekte Informationen sind mit guten Grund ein Ziel im UN-Migrationspakt.

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          Nun trat an Amerikas Südgrenze ein, was Donald Trump immer vermeiden wollte – oder muss man sagen: was er immer wollte? Für seine Behauptung, ein Zug Tausender Migranten aus Zentralamerika sei eine Horde von Invasoren, hat der Präsident in Tijuana Belegbilder bekommen. Bloß hätten sich „Invasoren“ wohl kaum einen der bestgesicherten Grenzabschnitte ausgesucht, um in die Vereinigten Staaten einzufallen.

          Der Vorfall zeigt, wie falsch es ist, Migranten wochenlang im Unklaren über ihre Aussichten zu lassen. Tijuanas Bürgermeister machte den Gestrandeten klar, sie seien nicht willkommen. Derweil vereinbarte Mexikos künftiger Präsident López Obrador offenbar mit Trump, dass Migranten fortan in Mexiko ihre amerikanische Asylprüfung abwarten dürfen, Arbeitserlaubnis inklusive. Doch darüber gab es nur Gerüchte.

          Deshalb schenkten selbst Familien ein paar Rädelsführern Glauben, die zum aussichtslosen Sturm auf die Grenze bliesen. Mit gutem Grund lautet eines der 23 Ziele im UN-Migrationspakt: „Bereitstellung korrekter und zeitnaher Informationen in allen Phasen der Migration“.

          Andreas Ross
          Verantwortlicher Redakteur für Nachrichten und Politik Online.

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