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Trump und Merkel in Biarritz : Neue Freundlichkeiten

Bussi links, Bussi rechts: Donald Trump und Angela Merkel kamen in Biarritz gut miteinander aus. Bild: dpa

Zwischen der Kanzlerin und Amerikas Präsidenten ging es Biarritz erstaunlich harmonisch zu. Doch damit könnte schnell Schluss sein. Trump findet jederzeit Anlass für neue Attacken gegen Deutschland.

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          Vielleicht trug die Seeluft zur Entspannung bei: Die Atmosphäre beim Treffen der Kanzlerin mit dem amerikanischen Präsidenten in Biarritz war freundlicher als bei früheren Begegnungen, die schon in der Mimik die Gegensätze erkennen ließen.

          Am Montag machte Trump Merkel Komplimente und kündigte einen Deutschland-Besuch an. Selbst wenn das im Land seiner Großeltern väterlicherseits die Produktion von Glückshormonen nicht anregen dürfte: Es ist wichtig, dass die Regierungen in Washington und in Berlin, gemäß ihrer Bedeutung für die atlantische Gemeinschaft, gute Beziehungen zueinander unterhalten; trotz oder wegen der vielen Differenzen und wegen des politischen Makroklimas.

          Es ist ebenfalls zu begrüßen, dass die Kanzlerin in der Handelspolitik Tempo machen will. Aber da sind es eher der Kongress und Frankreich, die sich sperrig zeigen. Schnell könnten die neuen Freundlichkeiten vergessen sein: Der große deutsche Überschuss im bilateralen Handel bietet Trump jederzeit Anlass für böse Attacken gegen Deutschland. Ein Abkommen nähme Trump die Munition aus der Hand.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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