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Jasper von Altenbockum (kum.)

Nach Moria : In den Trümmern europäischer Asylpolitik

Proteste auf Lesbos nach der Zerstörung des Aufnahmelagers Moria Bild: AFP

Die EU erlebt auf Lesbos ihr asylpolitisches Waterloo. Fünf Jahre nach der Flüchtlingskrise ist sie nur einen einzigen Schritt weitergekommen: in Richtung Abschottung. So war das nicht geplant.

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          Wenn man die Angebote, die allein aus deutschen Städten und Bundesländern kommen, zusammenzählt, schrumpft das Problem, das auf Lesbos entstanden ist, zu einem Problemchen zusammen. Es wäre jedenfalls nicht schwierig, mehrere tausend Migranten, die dort und auf anderen Inseln gestrandet sind, auf dem europäischen Festland zu verteilen.

          Dass nun 400 Minderjährige von neun (!) EU-Staaten sowie der Schweiz aufgenommen werden, mehr als hundert davon allein von Deutschland, ist das Mindeste. Es ist aber immer noch weniger als das, was ohnehin im Frühjahr vereinbart wurde, als es Moria noch gab. Schon damals war die Übereinkunft unter „willigen“ EU-Staaten nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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