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Konflikt mit Iran : Europa in der Klemme

Blick auf einen Ofen der Stahlfirma Mobarakeh Steel in einem Werk. Die Amerikaner verhängen neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die vor allem die Metallbranche des Landes treffen sollen. Bild: dpa

Es schmerzt, sich die eigene Impotenz einzugestehen. Aber außer an die Führung in Teheran zu appellieren, sich weiter an das Atomabkommen zu halten, können die Europäer herzlich wenig tun.

          Was können die Europäer tun, um das Atomabkommen mit Iran, an dem ihnen zu Recht viel liegt, vor dem Scheitern zu bewahren? Ehrlich gesagt: außer an die Führung in Teheran zu appellieren, sich weiter daran zu halten, herzlich wenig. Die Versuche, die iranische Wirtschaft vor den Folgen der Wiedereinführung amerikanischer Sanktionen (und eigene Unternehmen vor amerikanischen Sekundärsanktionen) zu bewahren, führen zu nichts.

          Es schmerzt, sich die eigene Impotenz einzugestehen. Aber so ist die Realität. Die europäischen Protagonisten erinnert die neuerliche Verschärfung des Iran-Streits an die Konstellation vor dem Einmarsch in den Irak und an ihr Grunddilemma: Viele hielten das Vorgehen der Bündnisvormacht für falsch, konnten es aber nicht verhindern. Sollten sie sich offen entgegenstellen oder sollten sie sich fügen?

          Machtpolitisch können die Europäer heute genauso wenig ausrichten wie damals. Und wer will im Ernst riskieren, dass Amerika die Europäer etwa im Handel dafür bestraft, sollten sie Irans Forderungen erfüllen? Das können sie nicht. Der Weg zur Weltmacht ist noch sehr lang.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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