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Amerika und Großbritannien : In den Sternen

Donald Trump und Theresa May am Dienstag in London Bild: AFP

Das Verhältnis zwischen Amerika und Großbritannien macht eine Zeit des Wandels durch. Ob diese Partnerschaft auch in Zukunft (noch) so großartig sein wird?

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          Am Ende gab es sogar Nettigkeiten für Theresa May; das war ihr Donald Trump auch schuldig, selbst wenn das Floskelhafte dabei durchschimmerte. Nach der Nörgelei lobte der Präsident die Arbeit der scheidenden Vorsitzenden der Konservativen und Premierministerin auf Abruf überschwänglich – so überschwänglich und bombastisch, wie er auch das amerikanisch-britische Verhältnis darstellte.

          Dieses Verhältnis, so historisch tief seine Wurzeln auch reichen, macht gerade eine Zeit der Friktionen, der Spannungen und des Wandels durch. Bei vielen Themen liegt Britannien mit der Regierung Trump über Kreuz, nicht anders als die meisten seiner europäischen Partner. Die Beliebtheit des Präsidenten stößt auch im Königreich nicht bis zur Stratosphäre vor, wie die Proteste gegen seinen Besuch belegen.

          Ob diese Partnerschaft auch in Zukunft (noch) so großartig sein wird? Sie wird jedenfalls mehr denn je eine Partnerschaft von Ungleichen sein. Das wird die britische Seite schnell merken, wenn es tatsächlich zu Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen kommt. Wann das aber sein wird, steht in den Sternen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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