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Kommentar : Planvolle Eskalation

Die Ausweitung der Kämpfe in der Ostukraine erinnert daran, dass von den Minsker Vereinbarungen nur wenige Punkte erfüllt worden sind. Offenbar wollen die Separatisten keinen Frieden.

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          Wer erinnert sich noch an Debalzewe? Das ist jener Eisenbahnknotenpunkt in der Ostukraine, den die prorussischen Separatisten noch nach den Waffenstillstandsvereinbarungen von Minsk im Februar in blutigen Kämpfen erobert haben. Seither wurde es etwas ruhiger, aber an keinem Tag haben die Waffen ganz geschwiegen.

          Die Eskalation der Kämpfe in den vergangenen Tagen erinnert daran, dass von den Vereinbarungen von Minsk bisher nur wenige Punkte erfüllt worden sind – und diese nicht einmal vollständig. Während sich bei den dauernden Scharmützeln an bestimmten Orten kaum eindeutig sagen lässt, wer damit angefangen oder nicht aufgehört hat, kann man bei den politischen Teilen der Minsker Vereinbarungen sehr wohl feststellen, wer ihre Verwirklichung blockiert: die Separatisten.

          Ihre Führer geben durch immer wieder neue phantasievolle Interpretationen der Vereinbarung klar zu verstehen, dass sie nicht daran denken, sich an das zu halten, was auf dem von ihnen unterzeichneten Papier steht. Offenbar wollen sie keinen Frieden.

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