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Kommentar : Syrische Diplomatie

  • -Aktualisiert am

Noch tragen die neuen diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des syrischen Bürgerkrieges keine Früchte. Trotzdem ist es höchste Zeit, dass solche Gespräche stattfinden.

          Von außen ist bisher nicht zu erkennen, dass die neuen diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des syrischen Bürgerkrieges schon Früchte tragen. In öffentlichen Stellungnahmen bekräftigen die Akteure ihre bekannten Standpunkte, so wie jetzt die syrische Opposition beim Besuch in Moskau oder der iranische Außenminister in Damaskus.

          Trotzdem ist es höchste Zeit, dass solche Gespräche stattfinden. Zu lange schon währt dieser Konflikt, dessen Folgen (Terrorismus, Flüchtlinge) weit über die Region hinausreichen. Das Hauptproblem bleibt die Frage, was mit Assad geschehen soll. Solange darüber keine Einigung zwischen den wichtigsten Parteien besteht, wird vor allem der „Islamische Staat“ militärisch von der Abnutzung der syrischen Armee profitieren.

          Daran kann auch unter den Gegnern Assads niemand ein Interesse haben, weder im Westen noch am Golf und auch nicht in der Türkei. Die Kunst dürfte darin bestehen, einen Kompromiss zu finden, der außerdem das iranisch-saudische Gleichgewicht nicht allzu sehr verändert. Keine leichte Aufgabe.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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