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Kommentar : Kalte Schauer

Die dreitausend Soldaten, die Washington zu Manövern ins Baltikum schickt, hielten die russische Armee nicht lange auf. Doch halten sie Putin hoffentlich davon ab, über den nächsten Hybridkrieg nachzudenken.

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          Im Osten der Ukraine scheinen sich die Kriegsparteien an die Übereinkunft von Minsk zu halten und ihre schweren Waffen von der Front abzuziehen. In Jubel bricht deswegen niemand aus. Denn Putin machte mit seinen Äußerungen zur Annexion der Krim noch einmal überdeutlich, dass man seinen Aus- und Zusagen nicht trauen kann.

          Dass er, der auf einer Welle des Chauvinismus reitet, die Heimholung der Krim abermals mit dem Schutzbedürfnis der russischsprachigen Bevölkerung vor „Nationalisten“ begründete, muss den baltischen Republiken mit ihren russischen Minderheiten kalte Schauer über den Rücken jagen – und den übrigen Nato-Staaten gleich mit, denn es gilt die Beistandspflicht nach Artikel 5. Wenigstens die Amerikaner lassen daran keinen Zweifel aufkommen.

          Berlin dagegen konnte nicht einmal ein paar Schützenpanzer entbehren. Auch die 3000 Mann, die Washington zu Manövern ins Baltikum schickt, hielten die russische Armee nicht lange auf. Doch halten sie Putin hoffentlich davon ab, auch nur darüber nachzudenken, wo er den nächsten Hybridkrieg führen könnte.

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