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Kommentar : Einzig richtige Lehre

Das Kuba von heute ist nicht mehr das von vorgestern. Obamas neue Politik im Umgang mit dem Inselstaat ist mehr als folgerichtig. Kuba eine Brücke, auf der sich beide Teile Amerikas treffen könnten.

          Das letzte Wort über die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba ist die Ankündigung von Gesprächen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen nicht – aber das erste substantielle seit der Verhängung des Wirtschaftsembargos im Jahr 1960. Obama war damals noch nicht geboren.

          Wenn er jetzt über den letzten Schatten springt, den der vor einem Vierteljahrhundert beendete Kalte Krieg bis heute auf das Verhältnis der Vereinigten Staaten zu allen Ländern Mittel- und Südamerikas wirft, dann zieht er die einzig richtige Lehre aus der Geschichte seit 1989. Zwar haben auf Kuba immer noch Partei und Militär das letzte Wort, steht es um die bürgerlichen Freiheiten schlecht, hängt die Wirtschaft am Tropf von Venezuela.

          Aber das Kuba von heute ist nicht mehr wie das von vorgestern, der Förderer von Terrorismus oder der Stachel im Fleisch der westlichen Hemisphäre von Gnaden Moskaus. Die Insel ist vielmehr eine Brücke, auf der sich die beiden Amerikas treffen könnten, um endlich gemeinsam den wirklichen Bedrohungen des Weltfriedens entgegenzutreten.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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