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Kommentar : Der Gipfel des mörderischen Zynismus

Opfer des Angriffs werden mit Sauerstoff behandelt. Bild: Reuters

Assads Strategie ist klar: Möglichst alle Rebellen vernichten. Verluste unter der Zivilbevölkerung sind Teil des Kalküls. Die Empörung über die neuerliche Tat ist berechtigt – und hilflos.

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          Nein, der Syrien-Krieg brennt nicht aus, seine Flammen schlagen weiter hoch. Auch am Dienstag: Dutzende Zivilisten wurden getötet, als Kanister, die mutmaßlich Giftgas enthielten, über einer von Rebellen gehaltenen Stadt abgeworfen wurden. Natürlich bestreiten das Assad-Regime und dessen russische Schutzmacht, dass es ihre Flugzeuge waren, die den Angriff geflogen haben. Dass später noch Krankenstationen mit Raketen beschossen wurden, ist der Gipfel des mörderischen Zynismus.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Kann Assad, der nicht zum ersten Mal einen solchen Angriff befohlen hätte, allen Ernstes ein Mann für den syrischen Übergang sein, ein Kriegsverbrecher der Anführer im Kampf gegen islamistische Terroristen? Assads Strategie ist klar: Möglichst alle Rebellen sollen vernichtet werden, bevor er sich, vielleicht, ernsthaft an Gesprächen über die Zukunft Syriens beteiligt. Verluste unter der Zivilbevölkerung sind Teil des Kalküls. Die Empörung über die neuerliche Tat ist berechtigt – und hilflos. In Syrien kann man sehen, welche Mittel ein Diktator und seine Komplizen einzusetzen bereit sind, um Herrschaft und Einfluss zu sichern.

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